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Alles, was Sie zur Marktlokations-Identifikationsnummer, kurz „MaLo-ID“, wissen müssen

Was ist die „MaLo-ID“?

Mithilfe der 11-stelligen Marktlokations-Identifikationsnummer, kurz „MaLo-ID“, wird jeder Ort eindeutig markiert, an dem Energie er­zeugt oder ver­braucht wird. Sie ist also vergleichbar mit einer „Adresse“ Ihres Strom- oder Gaszählers im Energiemarkt – sie identifiziert die Verbrauchsstelle, nicht den Zähler selbst.

Sie soll die Kommunikation zwischen Ver­braucherinnen und Verbrauchern, Strom­versorgern, Netz­betreibern und Mess­stellen­betreibern vereinfachen.

Reihe von digitalen Stromzählern, die an einer Wand montiert sind, mit Anzeigen und Zählernummern.
Detailansicht einer Karte von Deutschland mit Städten wie Hamburg und Frankfurt am Main.

Unterschied zwischen „Messlokation“ und „Marktlokation“

Ab dem 1. Februar 2018 wurden die Begriffe der „Marktlokation“ und der „Messlokation“ eingeführt. Diese lösen nun die bisher oft synonym genutzten Ausdrücke „Lieferstelle“, „Entnahmestellen“, „Einspeisestelle“, „Ausspeisestelle“, „Messstelle“ und „Zählpunkt“ ab. Das neue Bezeichnungssystem soll die Kommunikation am Energiemarkt standardisieren.

Die „MaLo-ID“ bezeichnet den konkreten Punkt im Energienetz, an dem der Strom entnommen oder eingespeist wird. Es handelt sich also um ein rein abstraktes, abrechnungstechnisches Konstrukt.

Die „Messlokation“ oder auch „MeLo-ID“ ist hingegen der Ort der tatsächlichen, physikalischen Strommessung. Sie liefert die lokalen Messwerte zur Energie, die innerhalb der Marktlokation erzeugt bzw. verbraucht wurde.

Ein Schlüssel steckt im Schloss einer offenen Tür mit einem unscharfen Hintergrund.

Warum ist die „MaLo-ID“ wichtig?

Die „MaLo-ID“ ist eine zentrale Schlüsselinformation im deutschen Energiemarkt. Sie stellt sicher, dass Ihr Energieverbrauch eindeutig Ihrer Adresse zugeordnet werden kann – unabhängig vom Anbieter oder technischen Änderungen. Besonders beim Lieferantenwechsel ist sie wichtig, da sie einen schnellen Wechsel mit fehlerfreien Abrechnungen und eine sichere, automatisierte und digitale Datenverarbeitung ermöglicht.

Die MaLo-ID ist seit ihrer Einführung im deutschen Energiemarkt für alle Orte, an denen Energie verbraucht oder erzeugt wird, gesetzlich vorgeschrieben.

Benötige ich meine „MaLo-ID“ für einen Wechsel?

Ja, die „MaLo-ID“ bringt viele Vorteile, wenn Sie den Stromanbieter wechseln möchten. Ohne die richtige „MaLo-ID“ kann es zu Verzögerungen oder fehlerhaften Zuordnungen kommen – insbesondere in Mehrfamilienhäusern oder bei mehreren Anschlüssen an einer Adresse.

Zwei blaue Schilder mit Pfeilen, die nach links und rechts zeigen, an einer Wand.

Wer vergibt die „MaLo-ID“?

Die „MaLo-ID“ wird vom örtlichen Netzbetreiber vergeben, sobald eine neue Verbrauchsstelle eingerichtet oder ein Anschluss geschaltet wird. Offiziell autorisiert durch den BDEW und DVGW, vergibt der jeweilige Netzbetreiber die Nummer dauerhaft an eine Marktlokation.

Wichtig: Sie bleibt dauerhaft mit diesem Ort verbunden – auch wenn sich der Anbieter oder die Zählernummer ändern.

Wo finde ich meine „MaLo-ID“?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihre „MaLo-ID“ ermitteln können:

Auf der Strom- oder Gasrechnung:

In der Regel ist die „MaLo-ID“ dort im oberen Bereich unter dem Stichwort „Verbrauchsstelle“, „Marktlokation“ oder „Messlokation“ aufgeführt – oft in der Nähe der Zählernummer.

Im Online- Kundenportal:

Viele Anbieter stellen die „MaLo-ID“ online im Bereich „Vertragsdetails“ oder „Meine Daten“ zur Verfügung. Dort können Sie sie rund um die Uhr einsehen.

Direkt beim Netzbetreiber oder Versorger:

Wenn Sie keine Rechnung zur Hand haben, können Sie sich telefonisch oder per E-Mail an Ihren Strom- oder Gasanbieter wenden. Auch Ihr Netzbetreiber kann Ihnen Ihre „MaLo-ID“ mitteilen – Sie müssen dafür meist nur die Adresse und ggf. die Zählernummer angeben.

Bei Neubauten oder Erstanschluss:

Sobald Sie Ihren neuen Stromanschluss aktiv schalten, erhalten Sie im Zuge der Inbetriebnahme automatisch Ihre „MaLo-ID“ vom Netzbetreiber – meist gemeinsam mit dem Inbetriebnahmeprotokoll oder in einem separaten Schreiben.

Nahaufnahme von Tasten einer alten Schreibmaschine mit verschiedenen Zahlen darauf.

Wie ist eine „MaLo-ID“ aufgebaut?

1. Vergabestelle (1 Ziffer)

Gibt an, ob die ID vom BDEW oder vom DVGW vergeben wurde.

a. Ziffern 1–3: DVGW (Gas)
b. Ziffern 4–9: BDEW (Strom)

2. Laufnummer (9 Ziffern)

Eine fortlaufende, zufällig vergebene Ziffernfolge, die Ihre Verbrauchsstelle eindeutig kennzeichnet.

3. Prüfnummer (1 Ziffer)

Wichtig: Sie bleibt dauerhaft mit diesem Ort verbunden – auch wenn sich der Anbieter oder die Zählernummer ändern.

Beispiel für eine „MaLo-ID“:

So könnte eine klassische “MaLo-ID” aussehen: “5 123456789 2”.

5 → BDEW-Vergabestelle
123456789 → individuelle Kennung
2 → Prüfziffer

Fazit: Wichtiges über die “MaLo-ID” auf einen Blick

Die “MaLo-ID” – oder Marktlokations-Identifikationsnummer – ist eine zentrale Kennziffer im Energiemarkt. Hier sind die wichtigsten Fakten kompakt für Sie zusammengefasst:

  • 11-stellige Identifikationsnummer
  • Gesetzlich vorgeschrieben seit dem 1. Februar 2018
  • Nicht zu verwechseln mit der der “MeLo-ID” (Messlokations-Identifikationsnummer)
  • Kennzeichnet dauerhaft die Verbrauchsstelle, unabhängig von Zählernummer oder Energieanbieter
  • Vergabe durch örtlichen Netzbetreiber
  • Vorteilhaft für Anbieterwechsel und Abrechnungen

Tipp: Bewahren Sie Ihre „MaLo-ID“ stets gut auf – etwa in Ihren Vertragsunterlagen oder im Kundenportal – und halten Sie sie bei Vertragsänderungen oder Umzügen griffbereit.

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Frau mit Headset lächelt in die Kamera