Energie sparen im Sommer: 10 Tipps für kühle Wohnungen
Wenn draußen die Temperaturen steigen, wird es auch in der Wohnung schnell unangenehm warm. Besonders Dachgeschoss-, Südseiten- oder Stadtwohnungen heizen sich an heißen Tagen stark auf. Viele denken dann zuerst an Klimaanlage oder Ventilator. Dabei helfen oft schon einfache Routinen, um Räume kühler zu halten und gleichzeitig Strom zu sparen.
Wer zur richtigen Zeit lüftet, Sonne konsequent draußen hält und elektrische Geräte bewusst nutzt, kann viel erreichen. So bleibt Ihr Zuhause im Sommer angenehmer – und der Stromverbrauch im Rahmen.

Warum Energie sparen im Sommer wichtig ist
Strom sparen ist nicht nur ein Thema für den Winter. Auch im Sommer können im Haushalt zusätzliche Kosten entstehen: durch Ventilatoren, Klimageräte, Kühlgeräte, Wäschetrockner, Home-Office-Technik oder Geräte im Stand-by-Modus.
Dazu kommt: Viele elektrische Geräte geben Wärme ab. Backofen, Herd, große Bildschirme oder Trockner können Räume zusätzlich aufheizen. Wer diese Geräte an heißen Tagen bewusst nutzt, spart also doppelt: Strom und zusätzliche Wärme in der Wohnung.
Wohnung kühl halten: die wichtigsten Grundlagen
Eine kühle Wohnung beginnt nicht erst beim Ventilator. Entscheidend ist, Hitze möglichst gar nicht erst hereinzulassen. Die wichtigsten Grundlagen sind deshalb: morgens oder nachts lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten, Sonne früh aussperren und Wärmequellen in der Wohnung reduzieren.
Besonders wirksam sind diese Maßnahmen in Kombination. Eine einzelne Veränderung macht oft noch keinen großen Unterschied. Mehrere kleine Routinen zusammen können an heißen Tagen aber spürbar helfen.


Richtig lüften an heißen Tagen
Im Sommer gilt: Lüften Sie dann, wenn die Außenluft kühler ist als die Luft in der Wohnung. Meist ist das früh morgens, spät abends oder nachts der Fall. Öffnen Sie die Fenster möglichst weit und sorgen Sie für Durchzug, wenn das in Ihrer Wohnung möglich ist. Tagsüber sollten die Fenster dagegen geschlossen bleiben, sobald es draußen wärmer wird. Dauerhaft gekippte Fenster bringen dann meist wenig Kühle in die Wohnung, lassen aber immer wieder warme Luft herein.
Unser Tipp:
Prüfen Sie morgens kurz die Außentemperatur. Ist es draußen noch angenehm kühl, lohnt sich kräftiges Lüften. Wird es wärmer, schließen Sie Fenster und Sonnenschutz rechtzeitig.
Sonne draußen halten
Sonnenschutz wirkt am besten, bevor sich Räume aufheizen. Schließen Sie deshalb Vorhänge, Rollos, Plissees oder Rollläden möglichst früh – besonders an Süd- und Westfenstern.
Innenliegender Sonnenschutz ist in Mietwohnungen meist unkompliziert. Außenliegender Sonnenschutz kann besonders wirksam sein, ist aber nicht immer ohne Weiteres möglich. Wenn dafür bauliche Veränderungen nötig sind, sollten Mieterinnen und Mieter vorher prüfen, was erlaubt ist.
Wichtig ist vor allem: nicht erst reagieren, wenn der Raum bereits aufgeheizt ist. Wer die Sonne früh draußen hält, sorgt länger für angenehmere Temperaturen.
Ventilator oder Klimaanlage: Was ist sparsamer?
Ein Ventilator kühlt nicht die Raumluft. Er bewegt die Luft und sorgt dadurch für gefühlte Abkühlung auf der Haut. Das kann an vielen Tagen schon ausreichen – besonders, wenn vorher richtig gelüftet und die Sonne draußen gehalten wurde.
Mobile Klimageräte können die Raumtemperatur tatsächlich senken, verbrauchen aber deutlich mehr Strom als ein Ventilator. Außerdem funktionieren sie nur effizient, wenn warme Abluft gut nach außen geführt und Fenster möglichst abgedichtet werden.
Für den Alltag gilt deshalb:
Ein Ventilator ist meist die sparsamere Lösung. Eine Klimaanlage sollte nur bewusst eingesetzt werden – zum Beispiel zeitlich begrenzt, mit passender Effizienzklasse und möglichst guter Abdichtung.

Stromfresser im Sommer vermeiden
Viele Geräte verbrauchen nicht nur Strom, sondern geben auch Wärme ab. An heißen Tagen lohnt sich deshalb ein Blick auf typische Stromfresser im Haushalt.
Backofen und Herd:
Kochen Sie an sehr heißen Tagen lieber einfachere Gerichte oder nutzen Sie Restwärme bewusst. Der Backofen heizt kleine Küchen schnell zusätzlich auf.
Wäschetrockner:
Im Sommer kann Wäsche oft an der Luft trocknen. Achten Sie aber darauf, ausreichend zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit in der Wohnung staut.
Home-Office-Technik:
Computer, Monitore, Drucker und große Bildschirme erzeugen Wärme. Schalten Sie Geräte aus, wenn Sie sie nicht brauchen.
TV, Konsole und Unterhaltungselektronik:
Auch im Stand-by-Modus wird Strom verbraucht. Schaltbare Steckdosenleisten helfen, mehrere Geräte bequem vom Netz zu trennen.
Kühlschrank und Gefrierfach:
Kühlgeräte sollten nicht kälter eingestellt sein als nötig. Öffnen Sie die Tür nur kurz und lassen Sie warme Speisen erst abkühlen, bevor Sie sie hineinstellen. Wenn sich im Gefrierfach eine dicke Eisschicht gebildet hat, kann Abtauen helfen, den Stromverbrauch zu senken.
Smarte Routinen für heiße Tage
Strom sparen im Sommer funktioniert am besten, wenn es zur festen Routine wird. Kleine Gewohnheiten helfen dabei, Geräte bewusster zu nutzen und die Wohnung weniger aufzuheizen.
Zum Beispiel:
• morgens lüften, danach Fenster und Sonnenschutz schließen
• Ventilator nur nutzen, wenn jemand im Raum ist
• Trockner an heißen Tagen vermeiden
• Stand-by-Geräte abends ausschalten
• Home-Office-Geräte nach Feierabend herunterfahren
• Kühlgeräte nur kurz öffnen
Zeitschaltsteckdosen oder smarte Steckdosen können zusätzlich helfen. Wichtig ist aber: Schalten Sie nur Geräte automatisch aus, bei denen das wirklich sinnvoll und sicher ist. Router, smarte Geräte oder notwendige Technik sollten vorher geprüft werden.
Kurze Sommer-Checkliste:
✓ Morgens oder nachts gelüftet?
✓ Fenster tagsüber geschlossen?
✓ Sonne früh draußen gehalten?
✓ Ventilator gezielt statt dauerhaft genutzt?
✓ Backofen, Herd und Trockner an heißen Tagen möglichst reduziert?
✓ Kühlschrank richtig eingestellt?
✓ Stand-by-Geräte vom Netz getrennt?
✓ Ladegeräte aus der Steckdose gezogen?
Energie sparen und dabei die Umwelt schonen
Sie sehen also: Energie sparen im Sommer beginnt mit einfachen Routinen. Wer zur richtigen Zeit lüftet, Sonne draußen hält und Geräte bewusst nutzt, kann die Wohnung angenehmer kühl halten und unnötigen Stromverbrauch vermeiden.
Unser Tipp: Nutzen Sie grünen Strom aus erneuerbaren Quellen direkt von Ihrem Vermieter. Für unsere Mieterinnen und Mieter bieten wir die Tarife von Vonovia Grünstrom an – einfach, transparent und passend für Ihr Zuhause.