Stromverbrauch im Urlaub senken: Was Sie vorher ausschalten sollten

Koffer gepackt, Fenster geschlossen, Schlüssel in der Hand. Bevor es losgeht, lohnt sich noch eine kurze Runde durch die Wohnung. Denn der Stromverbrauch im Urlaub fällt nicht automatisch auf null. Viele Geräte laufen weiter, obwohl niemand zuhause ist.

Einfach überall den Stecker zu ziehen, wäre trotzdem keine gute Lösung. Bei Router, Kühlschrank oder Warmwassergerät kommt es darauf an, was angeschlossen ist und wie lange Sie verreisen. Mit ein paar klaren Entscheidungen lässt sich unnötiger Verbrauch vermeiden.

Warum der Stromverbrauch im Urlaub weiterläuft

Fernseher, Computer, Router oder Ladegeräte ziehen teilweise auch dann Strom, wenn sie gerade nicht aktiv genutzt werden. Besonders Geräte im Stand-by-Modus fallen dabei ins Gewicht.

Hinzu kommen Kühlgeräte und elektrische Warmwassergeräte. Sie laufen weiter, solange niemand etwas verändert. Vor der Abreise lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf das, was wirklich eingeschaltet bleiben muss.

Stand-by-Geräte vollständig ausschalten

Fernseher, Receiver, Spielekonsolen, Computer, Monitore und Drucker werden im Urlaub meist nicht gebraucht. Schalten Sie diese Geräte nicht nur aus, sondern trennen Sie sie möglichst ganz vom Stromnetz. Schaltbare Steckdosenleisten machen das einfacher. Auch Ladegeräte und Netzteile können aus der Steckdose, wenn sie während Ihrer Abwesenheit nicht gebraucht werden.

Unser Tipp:
Gehen Sie Raum für Raum vor. Das ist entspannter, als kurz vor der Abfahrt hektisch nach vergessenen Geräten zu suchen.

Router und smarte Technik vorher prüfen

Den Router auszuschalten, kann sinnvoll sein. Aber nur, wenn daran nichts Wichtiges hängt.

Prüfen Sie deshalb vorher, ob Sie Festnetztelefonie, Kameras, smarte Heizungssteuerung, Alarmfunktionen, Notrufsysteme oder einen Fernzugriff nutzen. Falls nicht, können Router und Repeater vom Netz.

Bleiben Zweifel, lassen Sie den Router besser eingeschaltet. Alternativ hilft ein Blick in die Geräteeinstellungen.

Kühlschrank und Gefrierfach richtig vorbereiten

Für ein paar Tage lohnt es sich meist nicht, den Kühlschrank komplett auszuschalten. Manche Geräte verfügen über einen Urlaubs- oder Holiday-Modus. Er reduziert den Verbrauch, ohne das Gerät ganz stillzulegen.

Bei längerer Abwesenheit sieht es anders aus. Dann kann es sinnvoll sein, den Kühlschrank zu leeren, abzutauen und vom Strom zu trennen. Lassen Sie die Tür danach offen. Sonst entstehen schnell Gerüche oder Schimmel.

Beim Gefrierfach ist die Sache klar: Bleiben Lebensmittel darin, muss es weiterlaufen. Ist es leer, können Sie es abtauen und ausschalten. Eine dicke Eisschicht kostet ohnehin unnötig Energie.

Boiler und Warmwassergeräte bewusst abschalten

Elektrische Boiler und Warmwasserspeicher halten Wasser auf Temperatur, auch wenn niemand zuhause ist. Bei einer längeren Reise kann es deshalb sinnvoll sein, das Gerät auszuschalten oder einen Urlaubsmodus zu nutzen.

Ob das möglich ist, hängt vom Modell und von der Haustechnik ab. Die Bedienungsanleitung gibt meist schnell Auskunft. Bei Unsicherheit hilft die zuständige Anlaufstelle.

Nach der Rückkehr sollten die Leitungen vor der ersten Nutzung gut durchgespült und Warmwasserspeicher wieder vollständig aufgeheizt werden. Durchlauferhitzer sollten Sie nicht pauschal abschalten. Entscheidend ist, ob das bei Ihrem Gerät technisch sinnvoll und sicher möglich ist.

Sicherungen nicht vorschnell ausschalten

Die Hauptsicherung auszuschalten, klingt zunächst nach der einfachsten Lösung. Genau das kann aber Probleme verursachen. Vielleicht hängen Gefriergerät, Alarmanlage, Router oder andere wichtige Verbraucher an demselben Stromkreis. Prüfen Sie deshalb vorher genau, was weiterlaufen muss.

Meist ist es sinnvoller, einzelne Geräte gezielt vom Netz zu trennen. So bleibt die Stromversorgung dort bestehen, wo sie gebraucht wird.

Der letzte Rundgang vor der Abreise

Kurz vor dem Aufbruch hilft ein letzter Check:

• TV, Receiver und Spielekonsole vom Netz getrennt?
• Computer, Monitore und Drucker ausgeschaltet?
• Ladegeräte aus den Steckdosen gezogen?
• Router bewusst an- oder ausgeschaltet?
• Kühlschrank und Gefrierfach passend vorbereitet?
• Boiler oder Warmwassergerät geprüft?
• Herd, Kaffeemaschine und Licht ausgeschaltet?
• Fenster und Wasserhähne kontrolliert?
• Sicherungen nur dort ausgeschaltet, wo es wirklich sinnvoll ist?

Dann kann es losgehen.

Stromverbrauch bewusst senken

Den Stromverbrauch im Urlaub zu senken, braucht keine komplizierte Technik. Entscheidend ist, vor der Abreise einmal bewusst hinzuschauen: Was wird wirklich gebraucht, was kann aus?

So vermeiden Sie laufende Kosten und kommen nach der Reise nicht zu unangenehmen Überraschungen zurück.


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Häufig gestellte Fragen

Welche Geräte sollte man im Urlaub ausschalten?
Geräte, die während der Abwesenheit nicht gebraucht werden, können meist vollständig vom Stromnetz getrennt werden. Dazu gehören häufig Fernseher, Spielekonsolen, Computer, Monitore, Drucker, Ladegeräte und einige Küchengeräte.
Sollte man den Router im Urlaub ausschalten?
Ja, sofern keine Telefonie, Kameras, smarten Geräte, Alarmfunktionen oder Fernzugriffe davon abhängen. Andernfalls sollte der Router eingeschaltet bleiben.
Sollte man den Kühlschrank im Urlaub ausschalten?
Bei wenigen Tagen lohnt sich das meist nicht. Bei längerer Abwesenheit kann der Kühlschrank geleert, abgetaut und ausgeschaltet werden. Lassen Sie die Tür danach offen. Bleiben Lebensmittel im Gefrierfach, muss das Gerät weiterlaufen.
Kann man im Urlaub einfach die Sicherung herausnehmen?
Nicht ohne vorherige Prüfung. Über die Sicherung können auch Gefriergeräte, Router, Alarmanlagen oder andere notwendige Verbraucher versorgt werden. Einzelne Geräte gezielt vom Netz zu trennen, ist meist die bessere Lösung.
Sollte man den Boiler im Urlaub ausschalten?
Bei längerer Abwesenheit kann das sinnvoll sein, sofern Gerät und Haustechnik es zulassen. Prüfen Sie die Bedienungsanleitung. Nach der Rückkehr sollten die Leitungen vor der Nutzung gut durchgespült und Warmwasserspeicher wieder vollständig aufgeheizt werden.

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